
Britta
Müller
„Meine Bilder begleiten mich so lange, bis ich bereit bin, ihre Frage zu verstehen."
Der Blick
dahinter
Neugier ist wahrscheinlich die Eigenschaft, die mich am stärksten beschreibt. Ich nehme Dinge selten einfach hin. Ich frage mich, warum sie mich berühren, warum manche Gedanken bleiben und andere wiederum verschwinden, warum uns manche Begegnungen verändern und andere nicht. Mit der Zeit habe ich gemerkt, dass meine Kunst mehr geworden ist als ein Ausdruck meiner Gedanken. Sie ist ein Gesprächspartner. Während des Malens werden Dinge sichtbar, die ich vorher zwar gespürt, aber noch nicht in Worte fassen konnte. Dabei Beantworten die Bilder mir keine Fragen. Sie zeigen mir, welche ich mir stellen muss. Diese Erfahrung hat meinen Blick auf Kunst verändert. Wenn Kunst das in mir auslösen kann, welche Türen kann sie dann auch für andere Menschen öffnen?


Seit 2007 entstehen in Flensburg Werke, die neue Perspektiven eröffnen und dazu herausfordern, auch Vertrautes zu hinterfragen.
In einer Zeit, in der Bilder in Sekunden vorbeiziehen, interessiert mich das Bild, das den Blick festhält.
Aufgrund dessen untersuche ich unterschiedliche Formen von Resonanz zwischen Bild und Betrachter. Manche Werke berühren emotional, andere wecken Erinnerungen, wieder andere stellen Fragen oder irritieren.
Während des Malprozesses folge ich genau diesem Echo. Nicht das Motiv führt mich, sondern das, was ein Bild in mir auslöst.
Je länger ich mich mit einer Arbeit beschäftige, desto mehr hinterfrage ich meine eigene Wahrnehmung, meine Entscheidungen und das, was ich für selbstverständlich halte. Die Malerei ist für mich zu einem Werkzeug geworden, meinen Blick immer wieder neu zu schärfen.
Mit jeder Frage entsteht eine neue Perspektive - auf das Bild, auf mein eigenes Denken und manchmal auch auf den Weg, den ich gehe. Heute weiß ich, dass meine Bilder mich oft erst lange nach ihrer Entstehung lehren, warum sie genau so entstehen mussten.
Aus dieser Entwicklung entstehen unterschiedliche Werkserien. Sie folgen keiner stilistischen Ordnung, sondern verschiedenen Ansätzen. Jede untersucht eine andere Form der Begegnung zwischen Kunst und Betrachter. Gemeinsam ist ihnen die Frage, was zwischen Bild und Mensch geschieht.
Für mich beginnt Kunst dort, wo ein Kunstwerk nicht mehr nur betrachtet wird, sondern im Betrachter weiterarbeitet.
„Die spannendsten Antworten finde ich nicht auf der Leinwand, sondern in den Fragen, die sie hinterlässt."

Mein Warum
Ich möchte Menschen dazu inspirieren, mit sich selbst tiefer ins Gespräch zu gehen. Schon als Interieur-Designerin ging es mir nie darum, einfach schöne Räume zu schaffen. Ich wollte, dass sie den Menschen widerspiegeln, der in ihnen lebt. Mit der Kunst habe ich gemerkt, dass sie noch einen Schritt weitergehen kann. Sie zeigt nicht nur, wie Menschen leben. Sie kann sichtbar machen, was sie bewegt und sie dazu einladen, sich selbst neu zu begegnen. Genau darin liegt für mich ihre besondere Kraft.

Interesse an einem
Kunstwerk?
Ob als Blickfang im eigenen Zuhause oder als besonderes Geschenk — schreiben Sie mir gern.
